
Eine Kooperation zwischen Schulen und Unternehmen ist für die Berufsorientierung vorteilhaft, findet Martin (16), Schüler der Realschule Hardtberg (RSH): „Dann kann man da Praktika machen, was ich sehr gut finde.“ Er hatte eine Führung durch das Duisdorfer Weck Glaswerk mitgemacht und dabei die Betriebsstruktur und die Arbeit an den Brennöfen kennengelernt.
Am Donnerstag wurde ein solcher Kooperationsvertrag als KURS-Lernpartnerschaft zwischen der Realschule und den Weck-Werken in feierlichem Rahmen mit Musik der Zehntklässler Hendrick Polley (16) und Corinna Schwindt (15) unterzeichnet. KURS ist eine Bildungsinitiative unter der Trägerschaft der Industrie- und Handelskammern Bonn/Rhein-Sieg, Aachen und Köln, der Kölner Handwerkskammer und der Bezirksregierung, die sich um die Anbahnung solcher Partnerschaften in der Region bemüht.
Den Kooperationsvertrag unterzeichneten Schulleiterin Heide Hesse, der Geschäftsführer Othmar Lösch und die Personalleiterin Alice Kronauer von den Weck-Werken, der stellvertretende Geschäftsführer Dario Thomas von der IHK Bonn/Rhein-Sieg, Rita Siegemund vom KURS-Büro und Michael Blöß von der Bezirksregierung. „Hier stimmt die Chemie, daraus kann man etwas machen“, sagte Siegemund.
Die
Schüler hätten oft falsche Auffassungen von der Arbeitswelt, so Hesse.
Die Zusammenarbeit mit den Weck-Werken könne diese Vorstellungen
zurechtrücken, deshalb begrüßte sie den Vertrag. Die Jugendlichen
bekommen vielfältige Einblicke in das Arbeitsleben durch Praktika und
Info-Veranstaltungen mit Auszubildenden. „Wir freuen uns darauf, den
Schülern Wissen zu vermitteln“, teilte Kronauer
mit. Und Thomas war überzeugt: „Wenn diese Kooperation klappt, dann ist
mir um die Zukunft der Berufsausbildung von Schülern nicht mehr bange.“
Musikalische Darbietung: Laura Wagner und am Flügel: Wolfgang Butherus
Fotos: *Roland Kohls*
Urkunde